SV Bad Aussee – SCS bet-at-home.com 2:2 (0:1)

Tore: Strohmayer (66.), Schnabl (71.); Parapaptits (38.), Bammer (64.)

Rote Karte: Stanisavljevic (89., Insult)

Gelb-Rote Karte: Laimer (83., Hands)

Gelbe Karten: Perreira (34., Foul), Strohmayer (83., Kritik); Reiter (74., Foul), Parapatits (74., Kritik), Laimer (78., Foul)

SVA: Seiwald; Rabl, Chr. Neuper, Perreira, Stadler; Stanisavljevic, Strohmayer, Hörtnagl, Kerhe (63., Feichter); Schnabl, Cichon

SCS: Kreutzwirth; Laimer, Winsauer, Reiter, Ari; Hartl (88., Wawra), Pamminger, Schriebl, Stanislaw; Parapatits (74., Vishaj), Bammer (91., Krudinac)

Zehn Niederlagen in Folge, dichter Schneefall, kalt-feuchtes Wetter…. Die Vorzeichen für diese Partie waren mehr als schlecht. Dennoch fanden über 400 wetterfeste Fans den Weg ins Panoramastadion und erzeugten in einem Nerven zerfetzenden Spiel mehr Stimmung, als es 1500 Zuschauer gegen Schwadorf schafften. Warum es am Ende doch zwei verlorenen Punkte sind, hat heute wieder einmal jeder gesehen. Eine nervenschwache Offensive und wieder einmal das schon in Aussee fix beheimatete Pech sind die Gründe dafür.

Die erste Spielhälfte spielt sich ausschließlich in der Hälfte der Schwäne ab. Nicht ein einziges Mal bis zur Führung kommen die Oberösterreicher  gefährlich vors Tor. Ganz anders die Hausherren. Schöner Offensivfußball, gepaart mit vielen Chancen und das Stimmung im Publikum kocht trotz dichtem Schneefall. Die erste Großchance vergibt Adam Cichon in der 10. Minute, genauso wie in der 24. per Kopf. Sein Ball passt genau unter die Latte, nur Torhüter Kreutzwirth bringt die Kugel mit einer Parade noch über die Latte. In der 17. Minute verzieht Manuel Kerhe nach einem schönen Solo über die rechte Seite. Dann kommen die Minuten des Philipp Schnabl, und die Minuten der Fortuna auf Seiten der Heraf-Elf. Erst vergibt er aus aussichtsreicher Position (26.), dann trifft er nach einiger Verwirrung im Strafraum aus fünf Metern nur die rechte Stange, und zu guter letzt geht sein herrlicher Schuss aus 20 Metern nur an die linke Außenstange (37., Minute). Dann wurde dem Ausseer Publikum das alte, und eigentlich nicht sehr weise Sprichwort „Als wir kein Glück hatten, kam auch noch Pech dazu“ vorgelebt. Denn nur einen Minute nach dem letzten Stangentreffer des SVA zieht SCS Stürmer Parapatits auch aus 20 Metern ab. Auch dieser Schuss geht an die Querlatte und von ihr knapp aber doch ins Tor. Das Pech scheint an den Beiner der Ausseer Kicker zu kleben…

Die zweite Spielhälfte verläuft ein wenig offener, wenngleich immer noch der SVA klar den Ton angibt. Ein Weitschuss von Stanisavljevic geht neben das Tor, einen herrlichen Schupfer von Adam Cichon vorbei am Goalie kann Winsauer noch auf der Linie wegschlagen. Aber es soll für den SVA noch dicker kommen. Aus der zweiten Chance im Spiel machen die Schwäne das zweite Tor. Andi Bammer wird von den Ausseer Verteidigern ignoriert und kann seelenruhig an Seiwald vorbei ins kurze Eck zum 0:2 einscoren. Die Partie scheint gelaufen zu schein. Doch die Moral der Thonhofer-Elf ist einfach nicht so leicht zu brechen. Als ob sie den zweiten Gegentreffer gebraucht hätten marschieren sie noch öfter und noch gefährlicher aufs Tor von Kreutzwirth. Und so stellt Kapitän Richi Strohmayer nur zwei Minuten nach dem 0:2 auf 1:2. Sein Schuss von der Strafraumgrenze ist zu scharf für den SCS-Goalie. In der 71. Minute dann eine weite Flanke in den Strafraum, Phips Schnabl springt am höchsten und kann den Ball via Hinterkopf zum Ausgleich im Gehäuse unterbringen. Im Gegenzug dann die letzte Chance der Schwäne. Joachim Parapatits kann bei einem schnellen Konter alle Ausseer inklusive Dominik Seiwald überspielen, doch Thomas Rabl rettet spektakulär auf der Linie im leeren Tor. Der SVA drängt weiter auf den Siegestreffer, der aber im Gegensatz zum Hinspiel in Schwanenstadt nicht mehr fallen will. Ein Schuss von Stadler verfehlt das Ziel und Adam Cichon kann in der 93. Minute den absoluten Matchball nicht verwerten. Er verzieht aus 5 Metern alleine vorm Torhüter weit.

Leider, leider nur ein Punkt, der uns nicht wirklich weiter bringt. Dennoch ist der Bann gebrochen und wir punkten wieder. Ein Sieg wäre heute mehr als verdient gewesen, denn der SVA war in allen Belangen klar überlegen. Vielen Dank an das tolle Ausseer Publikum, dass sich bei diesem Sauwetter nicht klein kriegen ließ und eine Superstimmung in den Schneepalast Panoramastadion zauberte! Vielen Dank, weiter so, denn es geht aufwärts!

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