DSV Leoben – SV Bad Aussee 2:2 (2:1)

Tore: Jovanovic (11.), Kozelsky (16.); Kobgler (39.), Höller (67.)

Gelbe Karten: Martin Neuper (40., Foul), Thomas Höller (42., Foul)

SVA: Seiwald; Durmic (46., Stadler), Zach (11., Martin Neuper), Perreira, Bevab; A. Neuper, Höller, Kogler (77., Stanisavljevic), Kerhe; Cichon, Koziak

DSV: Lukse; Mandl, Muhr (36., Gründler), Jovanovic, Säumel, Hüttenbrenner, Rasswalder, Früstük, Schicker (74., Kanneh), Kozelsky, Rauter

Leoben ist und bleibt ein punkteträchtiger Boden für den SVA. Die schwer ersatzgeschwächte Elf erkämpfte sich und dem scheidenden Trainer Heinz Thonhofer einen verdienten Punkt. Ein ehrwürdiger und verdienter Abschied für den Mann, der dem Verein den größten Erfolg der Vereinsgeschichte gebracht hat. An seiner früheren Wirkungsstätte kann er so das Zepter punktgekrönt an seinen Nachfolger Ivo Gölz abgeben.

Das Spiel beginnt mit einer starken Phase der Hausherren. Der SVA, heute zu Beginn ohne die verletzten Falk, Wakui, Christian Neuper und Thomas Stadler, sowie den gesperrten Daniel Hofer können dem Sturmlauf des DSV wenig dagegenhalten. Die erste Großchance vergibt Boris Hüttenbrenner nach schönem Zuspiel von Mandl in der 7. Minute. Schon in der 11. Minute muss der SVA das erste Mal verletzungsbedingt wechseln. Christian Zach muss nach einem harten Pressball verletzt vom Feld, für ihn kommt Martin Neuper. Unmittelbar danach gelingt den Hausherren das 1:0. Nach einem Eckball bringen die SVA Verteidiger den Ball einmal mehr nicht aus dem Strafraum, der DSV Verteidiger Jovanovic kommt am Elfer frei zum Schuss und sagt danke! Nur fünf Minuten später schlägt es im Tor von Seiwald wieder ein. Dieses Mal gehört der Treffer aber ausschließlich ihm selbst. Kozelsky fängt einen weiten Abschlag vor dem Strafraum ab, der völlig unnötig aus dem Tor laufende Seiwald kann dem Ball, den der DSV Angreifer gefühlvoll über ihn ins Tor hebt, nur noch hinterher schauen.  Wer allerdings jetzt geglaubt hat, dass die Hausherren den Sack zumachen, der irrt gewaltig. Die Kogler-Elf zieht sich immer mehr zurück und lässt so den Ausseern viel Raum. Chancen bleiben aber Mangelware. Ein Roller aus DSV Gehäuse von Dani Kogler (25.), und ein weiterer von Manuel Kerhe, der von Adam Cichon mustergültig allein vorm Tor freigespielt wurde (27.) bleiben vorerst die einzige Ausbeute. Zwischendurch haben die Leobner durch Mandl und Rauter eine gute Doppelchance (32.). Gerade als dem Spiel eine völlige Abflachung droht, gelingt Dani Kogler durch einen abgefälschten Freistoß der Anschlusstreffer.

Die zweite Hälfte geht weiter, wie die erste endete. Eine schwache Heimelf mit guten Konterchancen, und ein bemühter, aber im Abschluss hilfloser SVA. So auch in der 47. Minute, als Adam Cichon rechts durchmarschiert, sein Stanglpass aber eine Beute von Goalie Lukse wird. Doch der SVA spielt weiter bemüht nach vorne. Vor allem der in der Pause für Durmic eingewechselte Thomas Stadler bringt viel Schwung nach vorne. Es braucht aber eine weitere Standardsituation, um ausgleichen zu können. Manuel Kerhe sprintet in einen riskanten Rückpass der Leobner Verteidiger, und Goalie Lukse kann den Ball nur noch mit der Hand parieren. Den daraus resultierenden indirekten Freistoß knallt Kapitän Thomas Höller unhaltbar unter die Latte (67.). In der Folge versuchen beide Teams eine Entscheidung herbeizuführen. Die Donawitzer bemühen sich wieder mehr in der Offensive, der SVA verstolpert einige schöne Konter. Die beste Möglichkeit vergibt der mehr als harmlose Jan Koziak alleine vor dem Tor. Adam Cichon spielt ihn ideal frei, gegen nur einen Verteidiger können die beiden aber keine Torchance machen. Im Ausseer Strafraum rettet Seiwald einmal mit einer Traumparade einen Schuss von Kozelsky an die Latte.

Die Geschichte wiederholt sich immer wieder. Eine kämpferisch starke Leistung des SVA wird durch Einzelfehler und Unvermögen vor dem Tor zunichte gemacht. Nicht dass ein Punkt in Donawitz so schlecht wäre, aber die drei Punkte hätten heute auch über den Schoberpass ins Ausseerland wandern können. Leider fehlte heute Christian Falk im Sturm an allen Ecken und Ende. Adam Cichon spielte „nur“ den klassischen Vorbereiter und Jan Koziak konnte in keiner Aktion seine Klasse zeigen. Dennoch ein schönen Abschied für unseren Heinz Thonhofer in seiner alten Heimat Donawitz. Ab morgen schwitzen unsere Jungs unter Ivo Gölz, denn am Dienstag geht es schon wieder weiter. (19 Uhr, Panoramastadion, SVA – FC Lustenau).

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